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Starke Verben
Inhalt
Als stark bezeichnet man Verben mit einigen besonderen Formen, die für jedes dieser Verben gelernt werden müssen, nämlich der Stamm des Präteritums und das Partizip. Beispiele:
gehen - ging - gegangen
trinken - trank - getrunken
halten - hielt - gehalten
Am besten prägt man sich diese drei Stammformen immer gleich ein, wenn man ein neues Verb lernt. Damit wird man auch relativ schnell an ein Ende kommen, denn es gibt insgesamt nur um die 170 starke Verben im Deutschen. Die starken Verben bilden das Präteritum nach folgendem Muster:
schlafen
ich schlief
du schlief - st
er, sie, es schlief
wir schlief - en

ihr schlief - t
sie/Sie schlief - en
Die starken Verben unterscheiden sich also einerseits durch Fehlen des eingeschobenen -t- (mach - t -e) und zum Teil durch die Personalendungen von den schwachen, und sie unterscheiden sich dadurch von den schwachen, dass ihr Partizip immer auf -en (im Gegensatz zu -t bei den schwachen) endet: geschlafen. - Nützlich ist auch zu wissen, dass die Verben, die im Präsens e/i-Wechsel oder a/ä-Wechsel haben, allesamt starke Verben sind. Dass z.B. sehen ein starkes Verb ist, lässt sich also allein daran erkennen, dass es im Präsens e/i-Wechsel hat: ich sehe - du siehst.
Leider laufen die starken Verben in Lehrbüchern und Grammatiken unter verschiedenen Namen, sie heißen manchmal auch „unregelmäßige Verben“. Das wäre noch kein großes Problem, aber ein Problem ergibt sich daraus, dass in anderen Büchern wieder eine ganz spezielle, viel kleinere Gruppe von Verben „unregelmäßig“ heißt, nämlich Verben wie denken (dachte - gedacht). Vergleichen Sie dazu das Stichwort unregelmäßige Verben. Wenn Sie die starken Verben üben wollen, können Sie das in der Liste Starke Verben tun. Sie eignet sich dafür, weil man die Stammformen nicht gleich alle präsentiert bekommt, sondern durch Klick auf den Infinitiv die anderen abrufen kann. Ich würde aber davon abraten, viel Zeit für isoliertes, listenmäßiges Formenpauken zu investieren. Aber zwei, drei Minuten Formendrill am Tag können nichts schaden.