Adjektiv | Adjektivdeklination | Adjektivvalenz | Adverb | Akkusativ | Aktiv | Die Konjunktion als | Artikel | Aufforderung | Bitten | Die Konjunktion damit | Dativ | Deklination | erst, schon, nur | etwas Gutes | Flexion | Futur | Genitiv | Genus | Hauptsatz | her sein | Imperativ | Indikativ | Indirekte Rede | Infinite Verbformen | Infinitiv | je desto | Kasus | Komparation | Komparativ | Konjugation | Konjunktion | Konjunktiv 2 | Konjunktiv 1 | lassen | Meinung | Modalverben | Modus | möchten | mögen | müssen | Nebensatz | Nominativ | Objekt | Partizip | Passiv | Perfekt | Person | Personalform | Plusquamperfekt | Präpositionen | Präsens | Präteritum | Pronomen | Ratschläge | Reflexive Verben | Relativsatz | Schwache Verben | sollen | so und solch | Starke Verben | Subjekt | Substantiv | Superlativ | Trennbare Verben | Unregelmäßige Verben | unten oder unter | Verben | Vorschläge | Wechselpräpositionen | Wortstellung | Wünsche |

Futur
Inhalt
Futur ist das lateinische Wort für Zukunft. Es gibt im Deutschen eine Möglichkeit, das Futur mit einer speziellen Form auszudrücken, nämlich mit werden + Infinitiv:
Morgen werde ich endlich den Keller aufräumen.
(Zur unregelmäßigen Konjugation von werden vergleichen Sie das Stichwort Passiv.) Aber man kann die Zukunft auch einfacher ausdrücken, nämlich mit den Präsensformen des Verbs:
Morgen räume ich endlich den Keller auf.
Beim Sprechen kann man meistens diese einfache Form verwenden. Es spielt auch keine Rolle, ob man über den nächsten Tag oder das nächste Jahr spricht:
Nächstes Jahr fahren wir nach Italien in Urlaub.
In drei Jahren gehe ich in Rente.
Das Futur mit werden ist also im Deutschen nicht so wichtig wie Futurformen in anderen Sprachen. Man kann fast alles mit den Präsensformen des Verbs ausdrücken, ohne wirklich gravierende Fehler zu machen. Am besten lernt man also erst nach der Grundstufe einige Regeln zur Frage „Futur oder nicht?“. Dann gibt es auch kein Konfusionsrisiko mit dem Passiv - auch beim Passiv braucht man ja das Hilfsverb werden, aber zusammen mit dem Partizip II, nicht mit dem Infinitiv. Die Form werden + Infinitiv hat noch eine andere interessante Verwendung. Man kann mit ihr nämlich Vermutungen ausdrücken:
Eva wird jetzt zu Hause sein.
Das bedeutet: Ich vermute, dass Eva jetzt zu Hause ist. Man muss aber vielleicht auch diese Verwendung von werden + Infinitiv nicht unbedingt schon in der Grundstufe lernen. Alternative Formulierungen kennen Sie ja vielleicht schon, z.B.:
Wahrscheinlich ist Eva jetzt zu Hause.