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Artikel
Inhalt
Formen
Bestimmter Artikel
Unbestimmer Artikel
Possessivartikel
Verschmelzungen
Verwendung
Ländernamen

Formen

Bestimmter Artikel

MaskNeutFemPlural
Nomderdasdiedie
Akkdendasdiedie
Datdemdemderden
Gendesdesderder

Unbestimmter Artikel

  Mask Neut Fem Plural
Nom ein ein eine -
Akk einen ein eine -
Dat einem einem einer -
Gen eines eines einer -

Der unbestimmte Artikel ein hat keinen Plural (bzw. den „Nullartikel“ als Plural: s. unten).

Possessivartikel

Auch die Possessivwörter mein, dein, sein usw. kann man wie Artikel bei einem Substantiv verwenden. Die Formen sind die gleichen wie die des unbestimmten Artikels, aber mein, dein, sein haben Pluralformen:
  Mask Neut Fem Plural
Nom meinmein meine meine
Akk meinen mein meine meine
Dat meinem meinem meiner meinen
Gen meines meines meiner meiner

Verschmelzungen

Manchmal verschmilzt der bestimmte Artikel mit einer Präposition zu einem einzigen Wort. Zum Beispiel ist im eigentlich die Präposition in plus Artikel Dat. Mask./Neut. dem. Weitere wichtige Formen:
ins = in das
ans = an das
am = an dem
vom = von dem
zur = zu der
zum = zu dem
beim = bei dem
Einige der hier angegebenen Formen muss man verwenden, man kann z.B. normalerweise nicht sagen: *Er liegt schon in dem Bett. Andere Verschmelzungen sind aber nicht obligatorisch und eher umgangssprachlich:
Vielen Dank für das/(fürs) Essen.
Stell die Blume bitte auf das/aufs Fensterbrett.
Nicht zusammenziehen kann man Präposition und der u.a. dann, wenn der Artikel eher die Funktion eines betonten Demonstrativpronomens hat oder wenn ein Relativsatz darauf bezogen werden soll:
Zu dem (=diesem) Arzt gehe ich nie mehr.
Ich gehe zu der Ärztin, zu der schon meine Mutter gegangen ist.
Das letzte Beispiel mit Relativsatz ist auch der Fall, in dem die sonst obligatorischen Verschmelzungen meistens aufgelöst werden müssen:
Er wohnt noch in dem Haus, in dem er zur Welt kam.

Verwendung

Substantive müssen sehr oft mit einem der beiden Artikel zusammen verwendet werden. Den unbestimmten Artikel verwendet man zum Beispiel, um einen Gegenstand einzuführen, von dem zuvor noch nicht die Rede war. Den bestimmten Artikel verwendet man, um dann auf diesen jetzt bekannten Gegenstand zurückzukommen. Beispiel:
Eva hat jetzt eine Brille, weil sie nicht mehr gut lesen konnte. Die Brille soll über 300 Euro gekostet haben.
In dieser Grundfunktion wird der bestimmte Artikel auch im Plural verwendet. Für den unbestimmten Artikel, der keine Pluralformen hat, tritt dagegen im Plural „Nullartikel“ ein. Das bedeutet einfach, dass ein Substantiv immer dann, wenn es im Singular mit unbestimmtem Artikel verwendet wird, im Plural keinen Artikel nimmt:
Eva hat ein Kind. - Eva hat Kinder.
Meist ohne Artikel werden außerdem Eigennamen (Eva, Jörg), Stoffnamen und Abstrakta verwendet:
Ich mag Fisch.
Ich trinke nicht gerne Rotwein.

Er hat große Erfahrung.
Sie hat Mut.
Wichtig u.a. für Lerner, die vom Englischen her kommen, ist auch die Form der Berufsangabe - im Deutschen normalerweise ohne Artikel:
Ich bin Lehrer (von Beruf).
Tritt aber ein Attribut zum Substantiv, benötigen wir wieder den unbestimmten Artikel:
Sie ist eine gute Lehrerin.

Ländernamen ohne oder mit Artikel

Noch ein Detail, das aber gerade für Ausländer wichtig ist: die Ländernamen. In den meisten Fällen verwendet man sie ohne Artikel:
(Vor der Landkarte:) Das ist Deutschland, das ist Frankreich, das ist Italien ...
Und deshalb verwendet man auch die Präposition in ohne Artikel in folgenden Sätzen:
Ich lebe in Deutschland, in Frankreich, in Italien ...
Aber bei einigen Ländern ist das anders:
(Vor der Landkarte:) Das ist die Schweiz, das ist die Türkei, das ist der Libanon, das ist der Iran, das ist der Irak, das sind die USA, das sind die Niederlande ...
Und deshalb auch:
Ich lebe in der Schweiz, im Libanon, in den USA ...
Es gibt sehr viele weitere Regeln für die Artikelverwendung und diese Regeln sind insgesamt ziemlich kompliziert. (Die DaF-Grammatiker Helbig/Buscha benötigen 22 Seiten für den „Gebrauch des bestimmten, des unbestimmten und des Nullartikels“.) Aber Artikelfehler sind meist keine sehr gravierenden Fehler, und mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für die richtige Verwendung.
Die größten Probleme mit den Artikeln haben naturgemäß die Sprecher von Sprachen, die keinen Artikel kennen, wie z.B. das Russische. Für solche Deutschlerner geht es für längere Zeit überhaupt nicht um die Feinheiten der Artikelverwendung, sondern nur darum, den Artikel nicht grundsätzlich zu vergessen.