Lebendig

(mittel)
Kann man ohne „Anerkennung“ nicht leben?
Man ist nur eigentlich lebendig, wenn man sich des Wohlwollens andrer freut.
Goethe
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Kommentar

„Wohlwollen“ ist ein auch heute gebräuchliches Wort, es bezeichnet eine Haltung der Sympathie gegenüber einem Menschen (oder einer Sache, einem Vorschlag ...). Dagegen würde man „freuen“ heute durch ein abgeleites Verb ersetzen: welches?

Aber eigentlich interessant ist der Inhalt. Wer nicht gemocht, geschätzt wird, ist - so hätten wir vielleicht ergänzt - unglücklich, depressiv, verbittert. Für Goethe ist der Ungeliebte schon ein Gespenst - nicht wirklich lebendig.
Goethezeit

Autor und Werk

Aus Goethes „Maximen und Reflexionen“.

Lösung

Statt „freuen“ heute „erfreuen“ in dieser Konstruktion mit Genitiv:
... wenn man sich des Wohlwollens anderer erfreut.

Verben

freuen erfreuen