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reissen (g3)
1.Sg. 2.Sg. (unp. 3.Sg) Imp
reiße reißt reiß
Praet 1./3.Sg. Perf 1.Sg. (unp. 3.Sg.) Konj 2 1.Sg.
riss habe gerissen risse
Strukturen
etwas reißt
Das Seil reißt.

jmdn/etwas VON ORT reißen
Ich reiße dich vom Fahrrad.
Ich reiße das Blatt vom Ast.
Beispiele
Das Seil reißt. (= Das Seil geht kaputt ...)
Das Seil riss und der Bergsteiger stürzte 300 Meter in die Tiefe.

Ich reiße dich vom Fahrrad. (= Ich packe dich z.B. am Arm und ziehe sehr stark, so dass du vom Fahrrad fällst.)
Er ist mir - auf dem Gehweg! - über den Fuß gefahren! Und hat sich nicht mal entschuldigt! Ich war so sauer auf diesen rücksichtslosen Radfahrer! Ich habe ihn gestoppt, vom Fahrrad gerissen und verprügelt!

Warum reißt du die ganzen Blätter von meiner Zimmerlinde!?

Außerdem z.B.:
Jemandem etwas aus der Hand reißen.
Etwas in Stücke reißen.
Anmerkung
Es gibt noch andere Konstruktionen mit reißen - aber fürs Erste sollen Sie einmal vor allem die Grundbedeutung und zwei besonders häufige Verwendungsweisen kennen. Und außerdem schon einige der vielen komplexen Verben mit Basis reißen:

abreißen (der Abriss):
Warum hat man das Berliner Stadtschloss abgerissen?
Hoffentlich wird dieses hässliche alte Fabrikgebäude bald abgerissen.

Warum reißt du die Blätter (von meiner Zimmerlinde) ab?
Du hast vergessen, das heutige Kalenderblatt abzureißen.

aufreißen
Ich habe den Umschlag sofort aufgerissen - tatsächlich war Geld drin.

entreißen (nicht so häufig bzw. etwas literarisch)
Ich entreiße dir die Waffe. (Ich reiße sie dir aus der Hand - danach habe also ich die Waffe.)

etwas verreißen (der Verriss = sehr schlechte Kritik, Rezension)
Die Kritik hat das Stück verrissen.
Wortfamilie
der Riss, -es, -e