Made in Germany

(mittel)
Seit Ende der 1880er Jahre mussten alle deutschen Produkte in Großbritannien die Aufschrift "Made in Germany" tragen, damit sie einfacher von britischer Qualitätsware zu unterscheiden wären. Ein knappes Jahrzehnt später erschien dann ein Bestseller mit Titel "Made in Germany" und zog Bilanz.
... der Stoff einiger Ihrer eigenen Kleider wurde wahrscheinlich in Deutschland gewoben. Noch wahrscheinlicher ist, dass einige der Kleider Ihrer Frau Importe aus Deutschland sind. Die Spielsachen und Puppen und Märchenbücher, die Ihre Kinder im Kinderzimmer malträtieren, sind in Deutschland hergestellt: ja selbst das Material, aus dem Ihre bevorzugte (patriotische) Zeitung besteht, hat denselben Ursprung. Durchstreifen Sie das ganze Haus, und die schicksalhafte Kennzeichnung wird Sie an jeder Ecke grüßen, vom Klavier in Ihrem Wohnzimmer bis zur Schale auf der Küchen-Anrichte.
Williams
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Kommentar

... the material of some of your own clothes was probably woven in Germany. Still more probable is it, that some of your wife`s garments are German importations. The toys, and the dolls, and the fairy books which your children maltreat in the nursery are made in Germany: nay, the material of your favourite (patriotic) newspaper had the same birthplace. Roam the house over, and the fateful mark will greet you at every turn, from the piano in your drawing-room to the mug on your kitchen dresser usw. usw.

Die letzten Sätze in dem Buch lauten:
"Her unique position as unchallenged mistress of the Industrial World is gone, and is not likely to be regained. But some of the departed glory may yet be restored to her. At least let us see to it that she fares no worse." "She" ist natürlich England.
19. Jhd.

Autor und Werk

Ernest Edwin Williams, 1866-1935, britischer Publizist.
Aus der 4. Auflage von 1896.

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20181002