Geist des Kapitalismus(schwer)
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„Mit voller Gewalt wendet sich die Askese, wie wir sahen, vor allem gegen eins: das unbefangene Genießen des Daseins und dessen, was es an Freuden zu bieten hat.“
Kommentar
Das ist ein Zitate aus einem sehr berühmten Aufsatz, der Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Es geht darin um Zusammenhänge zwischen religiös fundierter Ethik und ökonomischer Entwicklung in der frühen Neuzeit.
Loesung
Der asketische Protestantismus
Die Zitate stammen aus der Abhandlung „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“, die der Soziologe Max Weber 1905 veröffentlichte. Wenn Sie (ein wenig) mehr dazu erfahren wollen, klicken Sie auf das schöne (und allwissende) Info-Mädchen rechts.
Hinweis
Max Weber und die protestantische Ethik
Max Weber, 1864 - 1920, ist der bedeutendste deutsche Soziologe. Mit der Abhandlung „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ von 1905 wurde er weltberühmt. Er versucht dort die Frage zu beantworten, weshalb der Kapitalismus gerade in protestantischen Ländern zur Entfaltung kam. Die protestantische (calvinistische, puritanische) Ethik wendet sich nicht gegen Besitz und Reichtum als solche, aber sie erlaubt keinen Gebrauch der irdischen Güter, der nur auf die Befriedigung sinnlicher Bedürfnisse zielt. So schafft sie Voraussetzungen für die Kapitalakkumulation der frühen Neuzeit und für ein Arbeitsethos, das der Entfaltung kapitalistischer Produktionsformen förderlich ist.

Reichtum wird gedeutet als „Symptom des Gnadenstandes“, d.h. als Zeichen der Auserwähltheit des Menschen durch Gott. Der Reiche/Auserwählte darf also in der irdischen Wohlfahrt einen Fingerzeig Gottes sehen, dass er für das ewige Leben vorgemerkt ist - sein Plätzchen im Paradies ist schon reserviert, die ewige Verdammnis (die Hölle) hat er nicht zu fürchten.
Verben
bieten entstehen gelten genießen vorschreiben